Jeden Winter suchen die Alpenorte Tausende Menschen für Hotels, Restaurants, Bergbahnen und Skischulen. Viele Betriebe stellen dafür ein Zimmer, oft mit Verpflegung. Doch Region ist nicht gleich Region: Saisonlänge, Schneesicherheit, Lohn nach Abzügen, das Team und das Leben nach Feierabend unterscheiden sich stark. Wir haben die bekanntesten Regionen beider Länder verglichen und zu jeder die aktuellen Stellen bei Job & Stay verlinkt.
So haben wir bewertet
- Nachfrage: wie viele Saisonstellen die Portale und unsere eigene Suche zeigen
- Unterkunft: wie oft Arbeitgeber ein Personalzimmer anbieten und was es kostet
- Lohn: Mindestlohn laut Gesamtarbeitsvertrag bzw. Kollektivvertrag und was nach Unterkunft bleibt
- Saison: Dauer von Winter und Sommer, Chance auf eine Ganzjahresstelle
- Klima: Sonne und Schneesicherheit
- Leben: Freizeit, Bahnanschluss, Kosten und wie international das Team ist
Eine verlässliche Gesamtzahl offener Stellen pro Region veröffentlicht kein Portal. Die Rangliste ist deshalb eine redaktionelle Einschätzung aus diesen Kriterien, die Zahl der Stellen bei Job & Stay zählen wir tagesaktuell.
🇨🇭 Schweiz: hoher Lohn, hohe Kosten
Im Gastgewerbe gilt der Gesamtarbeitsvertrag L-GAV mit 13 Monatslöhnen. 2026 liegt der Mindestlohn ohne Lehre bei rund CHF 3'700 brutto im Monat, mit Berufsabschluss (EFZ) bei rund CHF 4'500. Für Zimmer und volle Verpflegung darf der Arbeitgeber höchstens rund CHF 990 im Monat abziehen, oft ist es weniger. EU- und EFTA-Bürger arbeiten frei: bis drei Monate genügt eine Meldung, länger gibt es eine Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung. Für Menschen von ausserhalb der EU ist es schwierig, weil Kontingente und Inländervorrang gelten.
🇦🇹 Österreich: Unterkunft oft kostenlos
Im Hotel- und Gastgewerbe gilt der Kollektivvertrag. Seit Oktober 2026 liegt der Mindestlohn für Hilfskräfte in Tirol und Salzburg bei rund € 2'096 brutto im Monat, für Fachkräfte in Küche und Service bei rund € 2'232, dazu kommen das 13. und 14. Gehalt. In den Skiorten sind Kost und Logis sehr oft kostenlos, sodass vom Lohn viel übrig bleibt. EU-Bürger und Schweizer arbeiten frei, für Menschen von ausserhalb der EU gibt es Saisonkontingente über das AMS.