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Dem Grau davonarbeiten

Warum das Klima bei der Jobsuche zählt und wo im Januar wirklich die Sonne scheint

Kurz gesagt: Im Januar scheint die Sonne in Málaga im Schnitt fast sechs Stunden am Tag, in Berlin keine zwei (Klimamittel 1991 bis 2020 von AEMET und Deutschem Wetterdienst). Wer dem grauen Winter entkommen will, findet bei Job & Stay Jobs mit Unterkunft an der Costa del Sol, auf den Kanaren, in Griechenland, in den Alpen und in Lappland, kostenlos und mit Bewerbung direkt beim Arbeitgeber.

Kurz nach acht, und draußen ist es nicht hell geworden, nur weniger dunkel. Der Himmel hängt wie nasses Packpapier über dem Hinterhof. Seit elf Tagen habe ich keinen Schatten gesehen, auch nicht meinen eigenen.

Früher bin ich zur Arbeit gegangen und habe den Winter gar nicht bemerkt. Jetzt sitzt er mit mir am Küchentisch. Die Lampe summt, den ganzen Tag, auch mittags. Meine Schultern haben sich irgendwann hochgezogen und kommen nicht mehr runter.

Eine erdachte Stimme. So ähnlich erzählen es viele, die den Winter ohne Arbeit verbringen.

Von November bis März liegt über großen Teilen Deutschlands ein Deckel. Es regnet nicht einmal richtig. Es ist nur grau, fünf Monate lang, und wer keinen festen Tagesplan hat, spürt jede Stunde davon.

Wer sich um einen Übergangsjob bewirbt, stellt immer zwei Fragen: Was verdiene ich? Wo wohne ich? Die zweite hat ein Wetter. Im August fällt das niemandem auf. Im Januar zählt es mehr, als man glaubt.

Grau, Tag für TagLicht am Morgen

Der Januar in Zahlen

Wir haben nachgeschlagen, was die Wetterdienste für den Januar messen. Es sind Mittelwerte über dreißig Jahre, also kein Wetterbericht, aber ein ehrliches Bild davon, was dich erwartet.

Sonnenstunden im Januar

Stunden im ganzen Monat
Rovaniemi (Lappland)
15 h
Hamburg
45 h
Berlin
53 h
Innsbruck (Tirol)
100 h
Kreta (Heraklion)
118 h
Teneriffa (Santa Cruz)
178 h
Málaga (Costa del Sol)
183 h

Mittlere Tagestemperatur im Januar

Grad Celsius
Rovaniemi (Lappland)
−10,3 °
Innsbruck (Tirol)
−1,0 °
Berlin
0,7 °
Hamburg
2,1 °
Kreta (Heraklion)
12,1 °
Málaga (Costa del Sol)
12,5 °
Teneriffa (Santa Cruz)
18,2 °

Rechne es auf den Tag herunter. In Málaga scheint die Sonne im Januar im Schnitt knapp sechs Stunden täglich. In Berlin sind es keine zwei, in Hamburg knapp anderthalb. Das ist der Unterschied zwischen einem Tag, an dem du mittags auf den Balkon gehst, und einem, an dem du das Licht gar nicht ausmachst.

Rovaniemi fällt aus der Reihe. In Lappland ist im Januar noch weniger Sonne als in Berlin, um den Jahreswechsel steht sie kaum über dem Horizont. Wer dorthin geht, sucht kein Sonnenlicht. Er sucht Schnee und Stille. Manchmal zieht nachts grünes Licht über den Himmel, wenn die Wolken wegbleiben.

Quellen: Klimanormalwerte der nationalen Wetterdienste. Berlin und Hamburg: Deutscher Wetterdienst (DWD), 1991 bis 2020. Málaga: AEMET, 1991 bis 2020. Teneriffa (Santa Cruz): AEMET, 1981 bis 2010. Kreta (Flughafen Heraklion): Hellenischer Wetterdienst, 1991 bis 2020. Innsbruck (Universität): ZAMG, 1981 bis 2010. Rovaniemi (Flughafen): Finnisches Meteorologisches Institut, 1991 bis 2020. Zusammengestellt aus den Klimatabellen der Städte bei Wikipedia, abgerufen am 24.10.2026. Die Werte gelten für die genannte Messstation, nicht für jeden Ort der Region.

Holzterrasse einer Berghütte mit zwei Stühlen bei Sonnenuntergang

Was Licht mit dir macht

Dein Körper merkt Licht, auch wenn du nicht darüber nachdenkst. Die Haut bildet Vitamin D mithilfe von Sonnenstrahlung, und in Deutschland ist die Sonne von Oktober bis März dafür zu schwach. Das schreiben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Max Rubner-Institut. Im Winter lebt der Körper dann von dem, was er im Sommer gespeichert hat.

Für die Stimmung gibt es keine Formel. Eine englische Untersuchung mit knapp 20.000 Menschen (White und Kollegen, Scientific Reports, 2019) fand, dass Leute mit mindestens zwei Stunden Natur in der Woche häufiger von guter Gesundheit und Wohlbefinden berichten. Das zeigt einen Zusammenhang, mehr nicht. Ein Spaziergang am Meer heilt nichts. Viele erzählen trotzdem, dass sie dort zum ersten Mal seit Monaten gern vor die Tür gegangen sind.

Und dann ist da, was keine Studie misst. Du machst morgens die Tür auf, und die Zitronen hängen noch an den Bäumen.

Das ist keine medizinische Aussage. Wenn dich dunkle Gedanken länger festhalten, sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Vier Arten von Winter, die du dir aussuchen kannst

Nicht überall, wo es warm ist, willst du arbeiten, und nicht überall, wo es hell ist, ist es mild. Diese vier Landschaften tauchen bei unseren Stellen am häufigsten auf.

  • Die Küste

    An der Costa del Sol liegt der Januar im Schnitt bei gut zwölf Grad, und die Terrassen sind trotzdem voll. Du trägst einen Pullover, keine Daunenjacke. Viele Hotels in Marbella arbeiten durch den Winter, die Stellen enden also nicht im Oktober.

  • Die Inseln

    Auf Teneriffa zeigt das Thermometer im Januar im Schnitt gut achtzehn Grad, auf Kreta gut zwölf. Auf Fuerteventura weht fast immer Wind. Im Sommer kühlt er, im Winter kann er nerven, und du merkst es spätestens am dritten Tag.

  • Die Berge

    Innsbruck bekommt im Januar rund hundert Sonnenstunden, fast doppelt so viele wie Berlin, und das bei Frost. Der Schnee knirscht, die Luft schmeckt nach nichts, so klar ist sie. Abends sitzt du im warmen Personalraum, die Hände um eine Tasse.

  • Der Norden

    In Lappland gibt es im Januar kaum Sonne, dafür Schnee, der jedes Licht zurückwirft, und eine Ruhe, die man im Süden nicht kennt. Wer die Dunkelheit nicht fürchtet, findet dort etwas, das es woanders nicht gibt.

Nicht jedes Klima passt zu jedem

Was schwer werden kann

  • Hitze im Sommer. Eine Küche oder eine Rezeption bei 35 Grad ist Arbeit, auch wenn das Meer vor der Tür liegt.
  • Spanische Häuser sind im Januar oft kühl und feucht. Eine Heizung, wie wir sie kennen, gibt es nicht überall.
  • Dunkelheit im hohen Norden. Wer schon in Hamburg im Winter kaum aus dem Bett kommt, wird in Lappland nicht plötzlich wacher.

Was hilft

  • Frag vor der Zusage nach dem Zimmer: Welche Himmelsrichtung, gibt es Heizung oder Klimaanlage, wie laut ist die Nachbarschaft?
  • Denk an frühere Winter und Sommer. Wann ging es dir gut, wann schlecht? Das ist die beste Prognose, die du hast.
  • Wähle für den ersten Einsatz eine Saison von wenigen Monaten. Dann siehst du, wie dir das Klima bekommt, und musst dich nicht gleich für ein Jahr festlegen.

Dein Klima-Check vor der Bewerbung

  • LichtWie viele Sonnenstunden brauchst du, um dich wohlzufühlen? Schau in die Balken oben und rechne auf den Tag um.
  • WärmeMagst du es mild, heiß oder kalt und klar? Die mittlere Tagestemperatur sagt mehr als jeder Prospekt.
  • Wind und LuftAuf Inseln und an Küsten weht es oft. Das gefällt vielen, und manche macht es müde.
  • ZimmerFenster nach Süden oder Norden, Heizung, Klimaanlage, Schatten: Frag danach, bevor du zusagst.
Balkon mit Mosaiktisch und Kaffeetasse, dahinter Palmen, Strand und Berge an der Costa del Sol
Job & Stay fragt bei jedem Arbeitgeber nach Lohn und Unterkunft und nimmt keine Provision. Deine Bewerbung geht direkt an den Betrieb.
Rote Holzhütte im tiefen Schnee, grünes Nordlicht am Himmel

Ein Tag, der nicht nur aus Warten besteht

Ein Winter in der Sonne löst nichts, was vorher ungelöst war. Die Rechnungen finden dich auch dort. Aber dein Tag beginnt anders. Du machst die Tür auf und musst nicht erst gegen den Himmel anarbeiten. Wenn man gerade nicht weiß, wohin mit sich, ist das keine Kleinigkeit.

Fang mit den zwei Fragen an, die immer zählen: Was verdiene ich? Wo wohne ich? Die Stellen unten zeigen dir beides. Das Wetter dazu suchst du dir selbst aus.

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